Archiv für die Kategorie ‘Theoretisches’

Effectuation und Börsenhandel (Fortsetzung)

Im letzten Artikel stellte ich bereits die Idee des Effectuation-Ansatzes und dessen Leitlinien für den Unternehmer vor. Versuchen wir nunmehr, die aufgezählten Punkte auf den Börsenhandel anzuwenden und schauen wir, ob sie uns zu neuen Ideen führen: Die unsichere Zukunft wird nicht geplant, sondern selbst gestaltet. Als Börsianer könnte man diesen Punkt als Hinweis verstehen, [...]

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Effectuation und Börsenhandel

Liebe Leser, im Leben lässt sich nur wenig planen. Schaut man zurück, so wird man erkennen, dass sich vieles aus Gelegenheiten ergab, die so nicht vorhergesehen wurden. Das Ungewisse an sich ist im Rückblick selten das Problem, die Ungewissheit vorher umso mehr. Eine Situation und insbesondere das Leben nicht unter Kontrolle zuhaben, ist furchtbar. Jeder [...]

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Der Heilige Gral vs. Evolution des Marktes

Nur wenigen Theorien obliegt es in der Wissenschaft, eine solch universelle Disposition zu besitzen, wie der Evolutionstheorie. Aber noch wenigern Wissenschaftlern gelingt es, sich Ansätze und Theorien anderer Fachgebiete zu Eigen zu machen. Der Sozialwissenschaftler Niklas Luhmann (1927-1998) entwickelte in rund dreißigjähriger Arbeit (Bielefeld) mit Hilfe der Biologie und Thermodynamik eine systemtheoretische Gesellschaftstheorie, in der [...]

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Wie sich Märkte ändern können

Wie ich bereits in einem Artikel angedeutet habe, versäumten es die Jünger der Random-Walk-Theorie bei ihren empirischen Untersuchungen, dass sich der Charakter der Märkte mit der Fluktuation der Strategien bzw. Handelsteilnehmer verändert. Der folgende Auszug stammt aus einem Traders’-Interview mit Emilio Tomasini (www.trading-systems.pro), in dem er schöne Beispiele für Veränderungen der Märkte beschreibt. Das vollständige [...]

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Was bedeutet Zufall an der Börse?

Um Systemzustände vorherzusagen, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: Kenntnis des Ausgangszustandes des Systems müssen die Regeln (wie z.B. Naturgesetze) des Systems bekannt sein die für den Beobachter relevante Zeit muss der Zeitspanne entsprechen, in der die Regeln des Systems tolerierbar konstant bleiben   Selbst die Mechanik ist kein Musterkind der Kausalität. Hier können kleinste Abweichungen [...]

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Was die Geliebte und die Börse gemeinsam haben

Ich vergleiche die Börse oft mit meiner Liebsten: beides sind selbstreferenzielle komplexe Systeme. Wenn ich auf beide mit etwas einwirke, kann beim ersten Versuch etwas Erfreuliches für mich herauskommen, beim nächsten Mal jedoch etwas völlig anderes, weil ich entweder die Regeln und/oder die Ausgangswerte des Systems nicht kenne. Bleiben wir vorerst bei den hochkomplexen Damen: [...]

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Die Macht der Wenigen – die Investmentblase

Ich möchte mich heute einem Thema widmen, das für viele Börsianer zu den interessantesten gehören könnte: die Investmentblase. Und wie so oft werde ich versuchen, die Dinge etwas anders als die etablierten Ansichten zu beschreiben. Als erstes schlage ich dem Leser vor, die Annahme es gäbe einen „fundamental fairen“ Preis einer Aktie zu überdenken. Wie [...]

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Was machte Kostolany anders?

Mit über siebzig Jahren Börsenerfahrung war André Kostolany nicht nur Anwalt der Kleinanleger, großartiger Geschichtenerzähler und leidenschaftlicher Spekulant, er war auch ein Querdenker. Und dazu ein besonders erfolgreicher. Doch wie kann es einem, der sich gegen die vorherrschende Meinung stellt, gelingen, an der Börse sein Auskommen zu finden? Dieser Frage möchte ich mich heute in [...]

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Gedanken zu den Händlern

Wie ich bereits angedeutet habe, resultieren die Börsenkurse aus den Erwartungen der Händler. Diese Tatsache ist nichts Neues und wird sogar von Wirtschaftsjournalisten aufgegriffen, in dem sie zum Beispiel sagen: „Die jüngsten Daten zum Konsumklima übertrafen die Erwartungen der Händler, sodass der Leitindex um zwei Prozentpunkte stieg.“ Eine kühne Interpretation, wie sie alltäglich im Rundfunk [...]

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Gedanken zur Rationalität

Immer wieder ist zu hören, dass Anleger irrational handeln und den „realen Wert“ einer Anlange nicht beachten. Gemeint ist damit nichts anderes, als dass sich die Anleger nicht gemäß den Modellvorgaben der Wirtschaftswissenschaften verhalten. Der so genannte „Homo oeconomicus“ ist die Grundlage der herkömmlich angewandten Marktmodelle. Es wird angenommen, dass Menschen auf dem Markt wohlüberlegte [...]

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